„Love letters to the dead“ – Wenn ein Brief zum Schicksal wird

Was macht man, wenn man niemanden mehr hat, der einen versteht? Wenn das Leben komplett aus den Fugen gerät? Wenn man allein gelassen wird in einer völlig neuen Schule mit völlig neuen Leuten? Vielleicht sucht man sich neue Freunde und startet einen kompletten Neuanfang. Oder man fängt an Briefe zu schreiben. Briefe an die toten…

Alles beginnt mit einer schlichten Aufgabe in Englisch. Einen einfachen Brief an eine berühmte und bereits verstorbene Person schreiben. Doch selbst eine so unbedeutende Aufgabe schafft es, Laurel völlig aus der Bahn zu werfen. Denn Laurel ist nicht besonders gut auf den Tod zu sprechen. Seit dem Tod ihrer Schwester, ist ihr Leben völlig zerrüttet und eigentlich wollte Laurel durch den Wechsel auf die neue Schule alles hinter sich lassen. Und jetzt, durch diese einfache Aufgabe, reißen alle Wunden wieder auf. Doch letztendlich reißt sich Laurel zusammen und beginnt zu schreiben. Sie schreibt an Curt Cobain, den Lieblingssänger ihrer Schwester und letztendlich auch an viele andere Größen wie Amy Winehous , Janis Joplin und Co. Durch die Briefe schafft sie es irgendwann zu verstehen, dass das Leben – auch mit dem Verlust eines geliebten Menschen – doch irgendwie weitergeht.

Dieses, komplett aus Briefen bestehende Buch von Ava Dellaira, schafft es von Anfang an den Leser mitzureißen. Die Geschichte steigert sich von Kapitel zu Kapitel, bis man es irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Lachend und Weinend wird man sich wohl immer an dieses Leseabenteuer erinnern.