Politik hautnah erleben – Planspiel Landtag 2017

Auch Schüler des Julius-Motteler-Gymnasiums nahmen am Samstag, dem 04. März, am Planspiel Landtag in Dresden teil. Ausgetragen vom LandesSchülerRat und der Landeszentrale für politische Bildung konnten knapp 100 Schüler einen kompletten Tag auf den Sitzen der Abgeordneten verbringen. Dabei wurden ihnen fiktive Fraktionen zugeordnet. Dann hieß es in mehreren Ausschusssitzungen, Fraktionssitzungen und der großen Plenardebatte zum Abschluss vorgegebene Gesetze so zu bearbeiten, dass diese dem Standpunkt der Fraktion entsprachen. Dafür waren mitunter Rede- und Schauspielkünste nötig, da man auch komplett gegenteilige Meinungen vertreten musste als man selbst hatte.

Das JMG konnte dabei sowohl mit 2 Mitgliedern des SchülerRates als auch mit 2 weiteren Schülerinnen aufwarten und stellte erstmals eine solch hohe Teilnehmerzahl zu dieser Veranstaltung. Die Begrüßungsrede hielt Horst Wehner, 2. Vizepräsident des Sächsischen Landtages. Als dieser leitet er normalerweise die Sitzungen und Debatten des Sächsischen Landtages in Vertretung des amtierenden Landtagspräsidenten Dr. Martin Rößler.

Weiter ging es mit der Auslosung der Partei. Gelbe Marke gezogen? Herzlich Willkommen du bist jetzt Mitglied der Konservativen! Als dieses musste man innerhalb kürzester Zeit sämtliche eigene Vorstellungen über den Haufen werfen und in die Rolle eines konservativen springen. Und damit noch nicht genug des Schocks: Auch Verantwortungspositionen wurden für diesen Tag übernommen. So beispielsweise die des Fraktionsführers oder des Ministerpräsidenten. Anschließend ging es in die erste Ausschusssitzung. Dort wurden vorgegebene Anträge beraten. Je nachdem wie die Fraktion dazu stand erfolgten positive oder negative Argumentationen und rasch stand fest: Mit den Konservativen ist mehr sexuelle Aufklärung nicht zu machen.

Danach: Mittagspause im Planspiel Landtag. Und diesmal sogar Essen auf Kosten des realen Steuerzahlers. Gestärkt ging es in die Plenardebatte. Dort versammelten sich alle Abgeordneten und trugen, dem Entwurf entsprechend, ihre Positionen zu den Gesetzentwürfen vor und lieferten sich hitzige Debatten. 17 Uhr hieß es schlussendlich: Auf Wiedersehen und bis nächstes Jahr.

Und schon verteilten sich die Jugendlichen aus ganz Sachsen in ihre Züge nach Hause – 4 davon nach Crimmitschau.


Bildrechte:

LandesSchülerRat Sachsen