„Ein passendes Zitat wiegt oft mehr als die eigenen Ausführungen“

Morgens, direkt in den ersten beiden Stunden war es soweit: Die erste Prüfung! Zwei Themen zur Auswahl und jede Menge Zeitdruck. Die Wahl zwischen Erörterung und Interpretation. Das Alles erwartete Schüler der Klassenstufe 10 heute.

„Wer nicht liest, ist doof!“ Das erste Thema der BLF in Deutsch im Jahr 2017. Es sollte eine Erörterung entstehen und für mich war es das geringere Übel, somit fiel meine Wahl kurzerhand auf diesen Text . Sehr kurz, zum Thema Lesen von Büchern in der Gesellschaft und trotzdem konnte ein seitenlanger Aufsatz entstehen. Vielleicht liegt es auch an meiner Begeisterung zum Lesen, dass mir ein Text darüber doch viel einfacher erschien, als ein 2 Seiten langes Werk zu interpretieren, bei dem es bei mir wohl schon an der Textsorte bestimmen gescheitert wäre.

Ich beschäftigte mich also mit einem Ausschnitt aus einem Vortrag von Elke Heidenreich, den sie 1998 bei einem Symposium der „Gesellschaft für Sprache“ hielt. Als Intention hatte sie wohl die Menschen wieder zum Lesen zu bringen und sich wieder von Büchern fesseln zu lassen. Die Hauptaussage meines fast 5 Seiten langen Textes war genau die Selbe, denn auch ich versuchte zum Ausdruck zu bringen, dass Menschen mehr lesen müssen.
Analysiert habe ich ihre Argumente und bin dabei auf sprachliche Mittel eingegangen. Zunächst sollte ich mich mit den genannten Aussagen auseinandersetzen und persönliche Erfahrungen einbringen. Für Elke Heidenreich ist Lesen eine Kunst und stellt die Lust zum Leben dar. Um die Liebe zu den gedruckten Geschichten finden und erleben zu können, muss man sich jedoch komplett darauf einlassen und darf sich nicht durch die vielen Medien ablenken lassen. Ich als großer Bücherfan stimme ihr natürlich vollkommen zu und kritisiere die heutige Zeit mit so vielen jungen Menschen, die nicht mehr lesen wollen. Ich habe das wundervolle Gefühl der Seiten zwischen den Fingern und den Geruch der Bücher eingebracht und die Möglichkeit, welche für mich persönlich sehr wichtig ist, eine andere Identität zu haben.

So viel Text und so viel Zeit, nur um zu sagen, dass die Menschen ihre Begeisterung zum Lesen verlieren, obwohl man aus der Realität flüchten kann und komplett neue Welten entdecken kann.

Keiner weiß, was rauskommt, aber die schlimmste Arbeit unseres Lebens war es sicherlich nicht. Wir werden sehen! 😉

P.S. Der Spruch der Überschrift stammt von Achim Schmidtmann und ist ein guter Rat für jeden Deutschaufsatz.

 

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