Lernen aus der Natur – Projekt Kräutergarten

Im Herbst 2015 fing alles an:

Die Neugestaltung des Kräutergartens auf dem Pausenhof am „Haus Westberg“.

Die damalige 6s nahm gern die Möglichkeit wahr, mithilfe von Frau Müller im Rahmen des Biologieunterrichtes den Kräutergarten aufzufrischen, damit Schüler dort sowohl von der Natur lernen, als auch in den Hofpausen entspannen können.

Am Projekt beteiligten sich: GTAKreatives Gestalten“, AGJunge Naturforscher“, GTAKüchenchefs“, Fachschaft SportBewegte Schule“ und die Fachschaft Biologie. Ohne diese ganzen Schüler und ihre betreuenden Lehrer wäre das Projekt Kräutergarten nie möglich gewesen.

An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN an alle…

Am Ende des Schuljahres wurde der Kräutergarten eingeweiht und an die nächste Klasse übergeben. Im Laufe der Jahre stellten sich verschiedene Klassen mit ihren Biologielehrern die Frage, wie man den Kräutergarten erweitern kann.

Die Klassensprecher der damaligen 6s (links im Bild) geben den Kräutergarten am Ende des Schuljahres an die damalige 5s (rechts im Bild) weiter

 

Was alles geschah, könnt ihr dem folgenden Interview entnehmen:

Reporter: „Guten Tag, Frau Schenkel.“

Frau Schenkel: „Guten Tag.“

Reporter: „Wer hat das Projekt Kräutergarten ins Leben gerufen und wieso?“

Frau Schenkel: „Frau Müller rief dieses Projekt ins Leben, da schon eine alte Kräuterspirale vorhanden war, welche jedoch in einem schlechten Zustand war.“

Reporter: „Sie waren auch wieder einmal bei einem Preisausschreiben mit dabei. Das heißt, dass sie mit dem Kräutergarten auch Preise gewinnen und die Schule damit repräsentieren?“

Frau Schenkel: „ Ja das stimmt, wir waren erst am Anfang des Jahres bei einem Preisausschreiben und gewannen 300€, wodurch es uns ermöglicht wurde bei der nächsten Runde in Meißen teilzunehmen. Dort lief alles unter dem Thema „Aus Grau mach Grün“. Es waren verschiedene Schulen vertreten, welche ihre Kräutergärten oder Schülergärten vorstellten. Interessiert schauten wir uns die anderen Projekte an und waren  über die Ideen der anderen Schulen erstaunt. Leider gehörten wir nicht zu einer der glücklichen Schulen, die einen Preis gewannen.“

Reporter: „Wie kam man auf die Idee, den jetzt neugestalteten Kräutergarten z.B. mit Sitzgelegenheiten oder einer Feuerschale zu erweitern?“

Frau Schenkel: „Unser Hauptgedanke war, dass Schüler den Kräutergarten nicht nur im Unterricht, sondern auch in den Pausen oder bei Klassenveranstaltungen nutzen können. Durch das gewonnene Geld war es uns auch möglich unsere Ideen in die Tat umzusetzen “

Reporter: „Wird der Kräutergarten auch im Unterricht genutzt.“

Frau Schenkel: „Der Kräutergarten wird besonders stark in den Grouping-Unterricht der Spezialklassen eingebunden und in bestimmten Themen der 5. und 6. Klasse behandelt. Natürlich können interessierte Schüler auch in den Pausen verschiedene Kräuter kennenlernen.“

Reporter: „Ein solches Projekt kann man doch nicht ohne finanzielle Mittel auf die Beine stellen, wie ist es ihnen gelungen dieses fertigzustellen?“

Frau Schenkel: „Durch das Preisgeld der ersten Runde finanzierten wir teilweise die neuen Elemente, allerdings wurden wir auch vom Baumarkt B1 aus Crimmitschau, Rudertechnik und vom Holzhandel Niese gesponsert. Natürlich gab der Förderverein der Schule auch etwas dazu.“

Reporter: „Es hat bestimmt nicht alles geklappt, gab es auch Ideen, die nicht umgesetzt wurden?“

Frau Schenkel: „Bis jetzt haben wir alles geschafft. In der Zukunft soll noch eine Naschhecke mit verschiedenen Beeren, eine Weidehecke, ein Abwasserrohr mit dem Regenwasser für den Teich genutzt wird, ein Hochbeet und ein Klangspiel ergänzt werden.“

Reporter: „Das klingt super. Ich bedanke mich für das Interview.“

Frau Schenkel: „Bitteschön, schönen Tag noch.“    

 

Die Schule nahm mit ihrem Kräutergarten an dem 10. Sächsischen Schulgartenwettbewerb teil. Dort gewann sie in der ersten Stufe den stolzen Preis von 300€.

Während der Projekttage vor den Sommerferien 2017 arbeiteten Schüler unter der Leitung von Frau Müller, Frau Tröltzsch und Frau Schenkel daran, den Garten mit Bänken und einem Sinnespfad (hier können Schüler barfuß verschiedene Untergrundarten erfühlen) zu ergänzen. Nach den Ferien stellten die Schüler der Klassen 10s, 8s und 7s mit frisch getankter Energie und Unterstützung  die Erweiterungen fertig.

 

Nach harter Arbeit tanken Schüler am Feuer neue Energie

 

Nun beinhaltet der Kräutergarten:

– eine Kräuterschnecke mit verschiedenen Pflanzen, die man im Rahmen der 6. Klasse kennenlernt

– einen Teich, um den sich die Schüler kümmern

– eine Vogelschutzhecke mit unterschiedlichen Sträuchern

– Sitzbänke, auf denen sich Schüler in den Pausen ausruhen und sich treffen können

– den Sinnespfad

– Schnelligkeitsparcours über Baumscheiben

– eine Schmetterlingswiese mit bunten Blumen für Schmetterlinge

– einen Kompost für Abfälle

– eine Feuerschale zum gemütlichen Beisammensein

 

Schüler weihen den Pfad der Sinne ein

 

Der Kräutergarten, ein langjähriges Projekt, welches noch viel Potenzial zur Weiterentwicklung bietet.

Jonas Kießhauer und Tim Davideit

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