Ein Weihnachtskonzert – zwei Perspektiven!

Am 7. Dezember fand wie jedes Jahr das Highlight der Weihnachtszeit für die Schüler unseres Gymnasiums statt: Das Weihnachtskonzert. Doch auch als begeisterter Zuschauer kann man meist gar nicht wirklich erahnen, was sich eigentlich hinter der Musik, dem Theater und dem Gesang verbirgt. Wir lassen euch hinter die Kulissen blicken und präsentieren euch unser Konzert einmal aus der Perspektive eines Zuschauers (vielleicht ja wie ihr?) und eines Teilnehmers.

Ich hab mich wahnsinnig auf das Weihnachtskonzert gefreut. Nicht nur da es mein allererstes als Zuschauer war, sondern auch wegen der Ablenkung aus dem Schulalltag. Seine Mitschüler und Lehrer mal woanders, außerhalb der Schulflure, und seine Freunde auf einer Bühne agieren zu sehen, ist schon ziemlich spannend.

Bei der Sitzordnung hieß es: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“, und dennoch gewährleistete die Johanniskirche für jeden Besucher eine außergewöhnliche Akustik. Wenn die Orgel ertönt, breitet sich sogleich richtiges Weihnachtsfeeling aus. Vor allem bei den musikalischen Beiträgen, von den beiden Schülerchören, den Solistenbeiträgen der Band um Tom Gibbert und Alexander Ernst sowie von Marie-Louise Köhler wurde einem warm ums Herz und die Gänsehautgefahr stieg. An dieser Stelle ein riesiges Dankeschön an alle Beteiligten!

 

Tom Gibbert und Alexander Ernst berühren die Zuschauer mit dem selbst geschriebenen Song „Christmas again“

Auch die instrumentale Begleitung überzeugte und machte die Weihnachtslieder gleich ein bisschen moderner. Vor allem wenn man weiß, wie viel Arbeit in so einem Konzert steckt und wie viel Mühe (nicht nur das Lied „Christmas Again“ von Tom Gibbert, sondern auch die Sketche zwischen den musikalischen Beiträgen wurden von Schülern selbst verfasst!) sich Schüler sowie Lehrer (man kann Frau Mysak und Frau Stier nur bewundern) machen.

Natürlich kann bei so einem großen Event nicht immer alles reibungslos ablaufen, beispielsweise war der Ton nicht zu jedem Zeitpunkt optimal zu verstehen. Und was soll da eigentlich groß schieflaufen bei einer wunderbar gewählten Location und talentierten Künstlern, wohlgemerkt alles Laien! Eigentlich unglaublich, oder? Und wir als Zuschauer bemerken kaum wie viele Haare gerauft, wie viele Lieder wiederholt und wie viele Ideen vielleicht verworfen wurden, nur um uns, das Publikum, mitzureißen und weihnachtlich zu stimmen. Wir bedanken uns also für ein schönes Weihnachtskonzert und hoffen auch nächstes Jahr wieder begeistert zuschauen und zuhören zu dürfen! Frohe Weihnachten!

Ellen Kellner

 

…und wie ging es hinter der Bühne zu?

Die Herbstferien sind vorbei, viele schweifen mit ihren Gedanken noch in den freien Tagen. Und gleich in der ersten Musikstunde wird uns das Lied „Rudolph the red-nosed reindeer“ vorgelegt. Weihnachtslieder singen und das Ende Oktober?! Tatsächlich begannen die Vorbereitungen für das Weihnachtskonzert, welches vergangene Woche in der Johanniskirche aufgeführt wurde, schon früher, als einige vermutet hätten. Als Teil des Musikkurses der elften Klasse musste ich zwar „nur“ zwei Lieder lernen, jedoch braucht es auch dafür erstmal seine Zeit, bis diese dreistimmig im ganzen Kurs über die Bühne gebracht werden konnten. Unsere Musiklehrerin Frau Mysak hat dabei neben uns auch noch den Kinderchor der 5. Klasse sowie die Teilnehmer der 12. Klasse betreut und unterstützt, was sicher auch nicht immer leicht war.

Auch die Theatergruppe, die zum Weihnachtskonzert eine Anlehnung an Disneys „Eine Weihnachtsgeschichte“ präsentierte, begann bereits nach der 100-Jahr-Feier Anfang September, das Skript für den Beitrag zu schreiben und dieses einzustudieren.

Spätestens zur Generalprobe am Nikolaus-Tag wurde uns dann an dem einen oder anderen Programmpunkt bewusst, dass es doch gar nicht so einfach ist, alles gut aussehen zu lassen. Zum einen wurde der Ton noch eingestellt ( Sätze, wie „Man hört euch von hinten gar nicht, singt mal lauter“ fielen dabei nicht selten, obwohl uns etwa 10 Mikrofone vor den Köpfen baumelten), alle Scheinwerfer mussten ausgerichtet werden und an der Powerpoint-Präsentation, die parallel zum Programm laufen sollte, musste auch noch geschliffen werden.

Insgesamt hinterließ der Versuch, alle Akteure, also Band, Tänzer, Solisten, Chor UND Theater,  irgendwie zusammenspielen zu lassen, ein kleines Chaos. Danach war uns erst nicht so wohl zumute in Hinsicht auf die kommende Aufführung. Aber wie heißt es so schön: Wenn die Generalprobe nicht gelingt, wird die Aufführung umso gelungener. Und dem Lob nach zu urteilen, welches alle Lehrer am ersten Schultag nach dem Weihnachtskonzert gaben, scheint uns das auch gelungen zu sein, oder?

Vanessa Reichel