Ausland? Austausch!

Bestimmt denkt man sich ein-, zwei Mal in seiner Schulzeit: „Wie gern würde ich jetzt mal ein paar Tage auf eine andere Schule gehen.“ Egal ob neue Leute kennenzulernen, mal andere Lehrer im Unterricht zu haben oder einfach Luft einer ganz anderen Atmosphäre zu schnuppern. Eine Ideale Lösung für dieses Fernweh und die Abenteuerlust ist ein Schüleraustausch. Es gibt internationale, die vom Staat unterstützt und gefördert werden und mit denen man meist für längere Zeit Schulen auf der ganzen Welt besuchen kann. Ob USA oder Brasilien, Frankreich oder Spanien, das Leben in anderen Ländern für vielleicht ein halbes Jahr oder länger, ist super spannend und die beste Möglichkeit für dich deinen Horizont zu erweitern und vielleicht eine neue Sprache zu lernen oder zu verbessern. Aber auch kürzere Schüleraustauschprogramme können dein Leben bereichern, und das JMG bietet uns Schülern mehrere Möglichkeiten, bei solch einem Abenteuer teilzunehmen. Ob nach Bystřice in Tschechien, Oud-Beijerland in Holland oder nach Omaha in den USA/Nebraska – ein Schüleraustausch kann die Schulzeit so viel spannender machen!

Woman enjoying the view of Bodetal valley in Thale - Hexentanzplatz (Witches' Dance Floor), Harz mountains, Thale, Saxony-Anhalt, Germany : Stock-Foto

Embed from Getty Images

Warum  bei so einem Schüleraustausch mitmachen?

Wer sich entscheidet, bei einem Austauschprogramm mitzumachen, sollte sich zuerst in der Schule über die gegebenen Möglichkeiten informieren. Nicht jede Schule hat eine Partnerschule oder Austauschprogramme.  In dieser Hinsicht gibt es natürlich auch Vor- und Nachteile. Ihr wolltet schon immer mal eine Zeit in Großbritannien zur Schule gehen, oder dort in einer Gastfamilie leben – die Schule bietet aber keinen Austausch an oder nur in Länder, in die ihr nicht unbedingt wollt? Tja, dann ist das leider schon mal nicht so gut, aber keine Sorge, das heißt nicht, dass euer Traum bereits geplatzt ist. Auch außerhalb der Schule gibt es zahlreiche verschiedene Anbieter. Allerdings heißt das Recherchearbeit, aber vielleicht haben bereits Freunde, Verwandte oder sogar Lehrer Erfahrungen gemacht und können euch dabei helfen.

Egal in welche Länder es auch geht, aufregend wird es garantiert. Klar, Tschechien klingt vielleicht zuerst weniger attraktiv als die USA, aber das hat nichts über die „Qualität“ oder die Erfahrung zu sagen, die man machen wird. Wenn euch also die Gelegenheit angeboten wird, überlegt euch gut, ob ihr sie ausschlagt, vielleicht nur, weil euch das „Ziel“, bzw. das Land nicht so recht anspricht.

Der Kostenfaktor ist ein wesentlicher Teil, den man bedenken muss, bevor man sich bei einem Austausch anmeldet. Klärt mit euren Eltern die Möglichkeiten ab. Natürlich ist ein Austausch nie billig (im Gegenteil :0 ) und zusätzlich der Reisekosten kommen vielleicht weitere Kosten auf euch zu, vor allem wenn ihr eure Gastschüler zu Hause empfangt. Schließlich muss man Verpflegung für eine (oder vielleicht sogar zwei) Personen mehr einplanen und auch Ausflüge, die man gemeinsam unternimmt, sind nicht immer kostenlos. Aber vielleicht habt ihr ja vor dem Austausch Geburtstag, oder es ist bald Weihnachten :D. Auch kann man gemeinsam als Gruppe überlegen, wie man vielleicht etwas Geld einnehmen könnte. Hat sich zum Beispiel eine Gruppe gefunden, kann man ja einen Kuchenbasar starten oder etwas ähnliches, um sich vielleicht einen gemeinsamen Ausflug zu finanzieren.

Auch besteht ein Schüleraustausch (wie der Name ja bereits verräht 🙂 ) auf Gegenseitigkeit. Das heißt, man muss sich gemeinsam mit der Familie darüber Gedanken machen, ob man überhaupt über die (räumlichen) Möglichkeiten verfügt, selbst einen Austauschschüler aufnehmen zu können. Wird der Schüler bei euch ein eigenes Zimmer haben oder muss er sich eins mit dir (oder vielleicht deinen Geschwistern) teilen? Macht euch darüber vorher Gedanken! Auch über die Logistik sollte man vorher nachdenken. Ihr fahrt jeden Tag mit dem Fahrrad zur Schule und habt allerdings kein weiteres, dass ihr eurem Gastschüler anbieten könnt? So etwas muss bedacht werden, aber auch dafür gibt es meist Lösungen. Auch wenn eure Eltern nicht die Möglichkeiten haben, für die Zeit des Austausches frei zu nehmen, gibt es Alternativen. Vielleicht sucht ihr euch eine Fahrgemeinschaft (knüpft noch mehr Kontakte 😉 ), oder ihr fahrt mit dem Bus. Für jemanden, der das nicht kennt, kann das schon ziemlich aufregend sein.

Wenn ihr euch ganz sicher seid, dass ihr bei einem Austausch mitfahren wollt, dann lohnt es sich, schnell zu sein. Denn meist sind solche Programme ziemlich beliebt, oder es gibt Listen zum Einschreiben. Den letzten beißen eben die Hunde. 😉

Jetzt habe ich viel darüber geredet, was man alles bedenken sollte, WENN man denn bei einem Schüleraustausch mitmacht. Aber WARUM sollte man sich FÜR einen Austausch entscheiden?

Asian family running on beach : Stock-Foto

Embed from Getty Images

Zum Einen muss man es erst mal ganz pragmatisch sehen. Je nachdem wie kurz oder lang solch ein Programm geht, kann man es als eine Art „kurzen Urlaub“ sehen. Natürlich geht es immer noch über die Schule, man sieht Lehrer, besucht vielleicht den Unterricht oder muss vielleicht sogar kleine Aufgaben, wie z.B. Präsentationen erledigen. Trotzdem werden Ausflüge mehr oder weniger organisiert und man muss sich nicht selbst darum kümmern. Wann bekommt man denn mal wieder die Gelegenheit in ein anderes Land zu fahren, mit organisierten Flügen oder Busfahrten, geplanten Touren oder Städtetrips? Sobald man erwachsen ist, muss man sich selbst darum kümmern, wohin man möchte und wie man dahinkommt.

Ein weiterer sehr attraktiver Punkt ist die Unterbringung in Gastfamilien. Nicht in Hotels oder Jugendherbergen zu wohnen bringt einen viel näher in das andere Land, in eine andere Kultur und in andere Traditionen. Man kann sich sicher sein neue Freunde zu finden, mit denen man dieselben Interessen oder Hobbys hat, neue Gesichtsweisen kennenlernt und tolle Erinnerungen fürs Leben machen kann. Es ist unglaublich spannend in einen neuen Tagesablauf einzutauchen und für eine bestimmte Zeit eine „neue“ Familie zu haben. Vielleicht hat man plötzlich drei Gastgeschwister, obwohl man eigentlich Einzelkind ist? Vielleicht lebt man für eine Woche mit Tieren zusammen, obwohl man zu Hause keine hat? Andere Menschen, andere Abläufe, anderes Umfeld. Allein diese Erfahrung zu machen, macht einen unabhängiger und selbstständiger.

Wenn man außerhalb von Deutschland in einer Gastfamilie lebt, verständigt man sich höchstwahrscheinlich über die englische Sprache. Plötzlich merkt man, wie anders es sein kann, außerhalb des Unterrichts englisch zu sprechen. Und keine Sorge, auch wenn man sich im Englischen nicht so sicher ist oder die Vokabel vielleicht doch mal fehlt: Mit Händen und Füßen, Mimik oder Umschreibungen klappt die Verständigung auf jeden Fall. Witzig wird es, wenn man das englische Wort nicht kennt und nach ewigem Überlegen feststellt, das das gesuchte Wort in beiden Sprachen gleich ausgesprochen wird 😀

Somit schlägt man mit einem Schüleraustausch gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: man hat das Glück neue Freunde kennenzulernen (Ich spreche aus Erfahrung: man hat sich bisher erst einmal im Leben gesehen und nach einem Jahr trifft man sich wieder und hat trotzdem das Gefühl, sich schon lange zu kennen), neue und außergewöhnliche Erinnerungen zu machen und Situationen zu erleben, neue Länder und Traditionen kennenzulernen, selbstständiger zu werden und neue Seiten bei sich selbst zu erkennen, seine Sprachkenntnisse zu verbessern, und und und… Man könnte diese Liste positiver Dinge noch ewig fortführen, aber da gebe ich euch einen Tipp: Findet es selbst heraus. Auch wenn es einige negative Dinge zu nennen gibt, seid mutig und probiert es einfach mal aus. Ob in der Schule, in den Ferien oder später im Studium.

Young artists sketching Notre Dame Paris : Stock-FotoEmbed from Getty Images

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.